Heute lasse ich den zickigen Harz für dieses Jahr endgültig hinter mir. Wer mir gebratene Leber anbietet, dem kann ich nur die kälteste aller Schultern zeigen. Auch bei 35°C. Pöh.
Also schiebe ich die Köfferchen ans Moped und gebe bei bemerkenswert klarem MöpPlay Durchblick als nächstes Ziel Cottbus ein. So weit im Osten des Landes war ich noch nie.
Von einem Flachlandreporter, der inzwischen vollends ins Blaulichtbusiness rüber gemacht hat, weiß ich ein paar Basics über die Region: dass dort gelegentlich der Wald brennt und dann tagelang aufwändig gelöscht werden muss, dass dort ein neuer Ostsee entstanden ist, der noch fertig volllaufen muss und dass ich mal zu Besuch kommen könnte, ins Gürkchenland zwischen den Fließen. Nein. Nicht Fliesen. Fließen.


Also fahre ich, erst kurvig, dann immer geradeausser weitestgehend direkt Richtung Osten, bis nahezu an die polnische Grenze. Hier stehen mir die Straßendörfer an den ewig geraden Bundesstraßen Spalier. in der Mitte die Fahrbahn, beidseits die Häuser. In Erdtönen verputzt. Eins neben dem anderen, immer ein paar Meter abseits der Fahrbahn. Davor ein Stück Rasen, ein Auto parkt. Ein Tor hält Fremde fern. Zwischen den Dörfern die riesigen Wälder. In einem der Wälder heute: Ich.

Das geht so, bis ich nach knapp 5 1/2 Stunden in Fahrt Cottbus erreiche, wo ich geschafft und zufrieden das Motorrad an einem Hotel abstelle, das so gar nicht nach Leber mit Apfelstreifen aussieht.
Morgen besuche ich die Brandenburger Kollegen an einer länderübergreifend geplanten Großkontrolle an der A13. Wer wollte nicht schon immer mal Urlaub machen, wo andere arbeiten…








