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Neueste Beiträge

Da hat man was Eigenes!

Blamier dich jetzt nicht, Aenni. Versuch irgendwie souverän zu wirken, führe ich ein gedankliches Selbstgespräch unter meinem Helmchen, als ich am Nachmittag auf dem Hof des Motorradhändlers neben meinem neuen Mopped stehe. Dass diese Kiste ziemlich hoch ist, war mir klar,…

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Level Up!

„Du machst das gut, mach einfach weiter so!“ gibt der Fahrlehrer mir mit, als ich neben ihm anhalte. Er sammelt die Hütchen ein, zwischen denen ich gerade herumgekurvt bin. Ich atme kurz durch. Dann schickt er mich wieder los: „So. Komm:…

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…und überall Gewässer 5c – Abreise (fast)

Als ich an diesem Morgen wach werde hat die Sonne das Dachbett des Brummis schon so sehr aufgeheizt, dass ich hektisch den Schlafsack abstreife und die Reißverschlüsse des Stoffbalgs öffne. Dass die Temperatur schlagartig sinkt führt dazu, dass ich mich nun…

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Was bisher geschah…

…und überall Gewässer 5b – SN again

Eigentlich müsste ich Camping doof finden. Klar, es ist draußen, es gibt immer fadenscheinige Gründe jede Menge mehr oder weniger sinnvolle Technik zu kaufen, es ergeben sich, wenn man will, jeden Tag neue Gassi- Routen und man kann sich auf das Nötigste beschränken. Kein Chichi, nur der Gaskocher, ein Spiegelei, ein Graubrot und ich. Aber dann sind da auch diese vielen Unbekannten, die die Camping- Rechnung zu einer Herausforderung machen für einen Drinnie wie mich, der sich gern in seine Höhle zurückzieht und von fremden Menschen…

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…und überall Gewässer 5a – Auf dem Weg nach Schwerin; Gassi ohne Gold und Berg

Das wars, Plau. Schön war‘s bei dir am See. Unerwartet schön sogar. Ich verlasse den Platz, verursache mit dem Ausdruck der Rechnung einen nie dagewesenen Papierstau im neuen Drucker der Rezeption, werde für meine Wartezeit mit sehr fragwürdigen Dinkelkeksen entschädigt und bin froh, diese trockene Teigfrechheit zurück am Auto mit einigen Litern Wasser runterspülen zu können. Als ich das Navi nach der Fahrzeit befrage entscheide ich, die etwas weitere Route zu wählen und mit dem Hund unterwegs ausgiebig in den Wald zu verschwinden. Da ich auf…

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…und überall Gewässer 4b – Kniffelterror-Uwe

„Das is doch alles scheiße hier… weiße wat: ich streich den Viererpasch!“ schimpft Uwe hinter der Hecke und schiebt die Würfel über den Kunststofftisch. Seine Frau hat vorhin schon das Full House gestrichen, den Kniffel lässt sie noch offen. Vielleicht kommt der ja noch. Die Familie hinter der Hecke, von der ich nur Uwe namentlich kenne, kniffelt seit gut einer Stunde. Mit einem Glas. Auf einem Kunststofftisch. An diesem wirklich lauen Abend, der Campingplatz liegt ruhig unter den Buchen, Grillen zirpen, der See plätschert, ist das…

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…und überall Gewässer 4a – „Egbert, tu was!“

„Beißt der?“ will die Frau mit dem hässlichen Mops an der Leine wissen, als sie zu uns an die abgelegene Bastelle kommt. „Ich hoffe nicht!“ antworte ich. Trulla ist verwirrt. „Der beißt nicht, wenn Ihrer sich wie ein Hund benimmt!“ zucke ich mit den Schulter, weil ich schon ahne, dass Ivo mit der nicht funktionierenden Körpersprache des Mopses nichts anfangen kann. Wie man einem Hund in Jahrzehnten der Zucht alle notwendigen Kommunikationsmöglichkeiten konsequent wegnehmen kann und dass das überhaupt erlaubt ist, ist mir ein Rätsel. Trulla…

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…und überall Gewässer 3 – Brandenburg, eingezäunt

Glindowsee. Hatte ich noch nie gehört. Jetzt biege ich in eine sehr schmale Seitenstraße ab. Das Internet sagt, dass, wer hier zum Einchecken falsch parkt, direkt mit einem horrenden privaten Knöllchen rechnen muss. Mein Vorsatz ist also, den Brummi gleich allen Regeln entsprechend ganz brav an einem legalen Ort warten zu lassen. Entgegen aller Befürchtungen weist der Campingplatz direkt am Eingang einen Wartebereich für die Anmeldung aus. Ich gebe mir, von der Inkasso-Knöllchen- Rezension bei Googlen noch immer eingeschüchtert, größte Einparkmühe und suche die Rezeption. Auch…

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…und überall Gewässer 2 – Steinhude am Cache

„Soll ich? Oder lieber nicht?“ Steffi steht, die Taschenlampe in der einen, die Hundeleine in der anderen Hand unter der Buche. „Von mir aus, mach!“ nicke ich, nehme ihr den Hund ab und drücke ihr im Tausch meine kleine Taschenlampe in die Hand, die sie an ihre Hose klipsen kann. „Da hinten guckt sicher gleich einer und ruft die Bullen…“ kichert sie. „… aber das erklären wir denen dann. Oder sind schon lange weg, bis die hier sind!“ Dann klettert sie zügig zwischen den Astgabeln in…

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…und überall Gewässer 1 – Weserbogen

Als ich am Freitagmorgen viel zu früh in den Brummi steige surrt hinter mir schon hochmotiviert der Kühlschrank. Ein eindeutiges Zeichen, eigentlich, dass jetzt Urlaub ist und nichts mehr zu erledigen. Heute allerdings stimmt das nicht. 

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Besuch ³

Was wir mit dem nächsten Tag anfangen bleibt lange unklar. Ich kann mich noch immer schlecht von dem Gedanken verabschieden, dem Touristen irgendwelche Touristendinge bieten zu müssen. Auf der Suche nach klimatisierten Optionen drängt sich das Bergbaumuseum auf. Heute Morgen jedoch fehlt uns ganz offensichtlich die Energie für noch einen Museumsbesuch und ich schlage vor, uns eine kühle Stelle an einem Bach im Wald zu suchen. 

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Besuch²

Als am nächsten Morgen der Hund ankündigt, dass der Mann, der gestern seinen liebsten Sofa-Liegeplatz okkupierte nun schon wieder die Wohnung betritt, haben wir entschieden, den Gasometer Oberhausen zu besuchen. Die letzten Tage waren nicht zu heiß, als dass sich die Riesendose schon zur größten Sauna des Reviers erhitzt hätte. Außerdem sind Ferien und es ist Montag. Gute Chancen, dass die Ausstellung nicht allzu voll werden sollte.

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Besuch!

Es hat sich Besuch angekündigt. Besuch, mit dem ich eigentlich gar nicht mehr gerechnet hatte in diesem Jahr. Zu viele andere Beschäftigungen hatten sich angesammelt. Aber dann ergab sich plötzlich eine gemeinsame Lücke in zwei sehr verschieden gefüllten Kalendern und irgendwo im Nordosten wurde ein Motorrad getankt und mit Taschen bepackt, und irgendwo im tiefen Westen wurde eine Wohnung grob durchgekärchert und ein Kühlschrank wurde gefüllt. Und dann konnte der Besuch auch schon kommen.

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Camping in Lottum

Je älter man wird, und ja: ich nenne mich gerade selbst alt, jedenfalls: je älter man wird, desto weniger neue Menschen lernt man kennen. Es sei denn, man vertrödelt seine Zeit, wie ich, unter anderem auf Social Media und klickt wildfremde Accounts zu den Themen an, die einen beschäftigen.

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Drei Tage über Xanten und Arcen – Tag 3

Im Gegensatz zum Fahrradknäuel in der Scheune war das morgendliche Frühstücksbuffet heute morgen über jeden Zweifel erhaben. Tina nutzte die Gelegenheit, sich gleich mal in Holland einen Namen zu machen, indem sie die Smoothie- Auslage mit einem Handstreich und riesen Gepolter in der Smoothie- Asulagen- Kühltheke versenkte und den Tatort dann mit dem noch gerade rechtzeitig vor dem Zusammenbruch ausgesuchten Smoothie verließ. Ärgerlich nur, dass sie sich in der Folge nur noch sehr schüchtern ans übrige Buffet wagte, immer in der Hoffnung, dass die anderen Gäste…

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Drei Tage über Xanten und Arcen – Tag 2

Okay, euch kann ich es ja sagen: Der Rückweg vom abendlichen Eis in Xanten ins Hotel war schon mal ein guter Einblick in das, was mir in Sachen Arschweh heute morgen blühen sollte, zum Glück, und diese Zuversicht hatte ich vergangenen Fahrradsaisons entnommen, würde sich das nach wenigen tapferen Minuten im Sattel wieder erledigen. Aber heute morgen das Bein übers Fahrrad zu schwingen bedurfte einiger Überwindung. Dabei sollte uns der erste Weg sofort wieder in die Fußgängerzone zu einem wirklich ganz hervorragend niedlichen Café führen, in…

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Drei Tage über Xanten und Arcen – Tag 1

Eigentlich ist alles perfekt. Das Wetter verspricht vorsichtig, trocken zu bleiben, das E-Bike ist frisch gewartet und die Räder des Anhängers sind aufgepumpt. Snacks, Kleidung und Flickzeug sind verstaut. An der Technik wird es nicht hapern, wenn wir uns gleich auf den Weg machen, von Essen nach Xanten. Aber an mir, an mir könnte es scheitern. Noch nicht mal eine ausgiebige Tagestour habe ich im Frühling und Sommer bisher gemacht. Ja, im Urlaub sind wir aufs Rad gestiegen, täglich fast, aber mehr als 45 Kilometer saß…

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Tante Siegrid

Ich sitze auf dem Gartenstuhl mit dem bunten Kissen und nippe an dem ausgespülten Senfglas. Das Wasser hat mehr Sprudel als das Zuhause. Unzählige kleine Bläschen klettern innen am Glas nach oben, und wenn man ein bisschen gegen die Sonne guckt sieht es darüber aus wie ein richtiger kleiner Springbrunnen. Mir gegenüber, auf der selbstgebauten Holzbank, sitzt meine Tante Siegrid. Eine immer freundliche, eher kleine Frau mit kurzen Haaren, die auf diesem Bauernhof den Takt vorgibt, weil sie den Haushalt führt und zum Beispiel dafür sorgt,…

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Erste Fahrstunden: Wörter auf besch…

“Aaaaalter – Was ist das denn hier für ein Hirnfick??” maule ich. Ich stehe auf dem Außenlager einer Spedition zwischen einer Menge Pylonen, schiebe das Visier meines Helms hoch und frage mich, wie ich jemals auf die beschissene Idee kommen konnte, mir so ein bescheuertes neues Hobby zu suchen. Wörter mit „besch…“ fallen mir relativ viele ein. Und: „Alter!“ sage ich auch öfter als mir lieb ist. In allen möglichen Betonungen. „Wollt’se da getz warten bis die Stunde um is? Oder krieg ich noch bisschen was…

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Schwerin 533km

“Ich mach schon mal meinen Akku dran!” sage ich, und klicke das bockschwere Ding an mein Fahrrad. “Für deinen brauchen wir den Schlü… ach Scheiße!”  Tanja guckt mich an. Ich atme tief ein: “Für deinen brauchen wir den Schlüssel. Und den… hab ich… also… der… ist Zuhause! Ich bin so ein Idiot!”

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Mit dem Betonbike am Störkanal

“Was meinst du, warum da hinten Schilder stehen!” mault mich der Bauarbeiter an: “Weil du hier gerade nicht durch kannst. Merkst du das nicht?” Ich merke das. Und bin angemessen kleinlaut. Ich bin Komoot gefolgt, am Störkanal entlang, und das war ein Fehler. “Ja, hast Recht. Hab ich bisschen spät gemerkt…” antworte ich. “Das Schild stand da letztes Jahr schon, und da konnte man auch durchfahren.” versuche ich meinen Faux-Pas zu erklären. Werde dann aber, vollkommen zurecht, darauf hingewiesen dass jetzt aber nicht letztes Jahr ist.…

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Schwerin 1 – Mücken am See

Die Wäsche ist trocken, Muttis runder Geburtstag bedacht, das Fahrrad ist vom Salz der Ärmelkanalluft befreit und der Brummi getankt. Eigentlich könnte ich wieder los. Noch eine gute Woche habe ich Zeit, und die möchte ich eigentlich nicht Zuhause verbringen. Und der Bulli sicher auch nicht. Ich öffne also meine Google- Urlaubs- Map und klicke mich durch die Gegend. Eifel – da wollte ich doch mal ohne Hund und mit dem Fahrrad hin, den Nationalpark erkunden. Oder Xanten? Da ist es flach und die Anfahrt ist…

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Pralinen in Brügge

„Ja, passt. Oder: Nee. Passt doch nicht.“ Gut, dass Glo ausgestiegen ist. Ich lege den Rückwärtsgang ein und rangiere weg von der Parkplatzhöhenbeschränkung. Wie hoch der Brummi mit den geschulterten Fahrrädern ist sollte ich demnächst mal messen, um auch ohne Einweiserin sicher zu sein.

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Bredene

Nachmittags laden wir in Dünkirchen die Fahrräder auf und ziehen weiter nach Bredene bei Ostende in Belgien. Dort hatten wir mehrere Plätze angefragt, jetzt, in der Nebensaison aber nur eine Antwort bekommen. Der Platz ist fast leer. Ein einsamer Kastenwagen steht abseits auf der großen Wiese, vereinzelt treffen wir auf Dauercamper, die hier, wie überall in der Region, eher schlichte Mobilheime bewohnen. Camping- Chichi, wie wir ihn von deutschen Dauercampern kennen, mit Vorgarten, Plastekitsch und Fähnchen, finden wir hier nirgends. Der Belgier scheint es pragmatisch zu…

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