Ausbildungsvertrag

Normalerweise gehe ich, wenn ich mir größere bzw teure Dinge anschaffe, sehr lange damit schwanger. Ich schleiche digital über Wochen immer wieder daran vorüber, vergleiche Angebote, recherchiere Pros und Cons, steige ganz altmodisch zeitweise sogar in Foren ab und bin, bevor es zum Kauf kommt, erstaunlich tief in die entsprechende Bubble getaucht.

Umso mehr staune ich selbst über den recht kurzen Weg zwischen dem ersten ernsthaft ans Motorradfahren verschwendeten Gedanken und der Unterschrift in der Fahrschule. Denn das waren nur ziemlich genau zwei Wochen.

Klar habe ich immer mal überlegt, dass das was für mich sein könnte, mitm Mopped hier durch die Landschaft zu knattern, aber das war eher auf dem Level, wie auch ein Haus mit Pool oder ein Lottogewinn was für mich sein könnten. Aufregend in der Theorie, aber fernab der Realität.

Gestern habe ich nun in der nächstgelegenen Fahrschule einen Vertrag unterschrieben. Trotz eher mittelmäßiger Beratung und tausend offener Fragen. Ich wusste: ich will das machen und ich wusste: wenn ich es heute nicht mache, dann mache ich es vielleicht nie.

Anschließend bin ich aufgeregt mit der Lernsoftware unterm Arm nach Hause geradelt und habe überlegt, ob das wohl eine so clevere Idee war, ob ich das überhaupt kann und ob das nicht alles viel zu gefährlich, teuer und kompliziert für mich ist. Für einen Rückzieher ist es allerdings wohl jetzt zu spät.

Wir alle hier werden also in den nächsten Monaten herausfinden, wie bekloppt oder fantastisch mein Einfall war.

Donnerstag und Freitag habe ich die ersten Theoriestunden. Zweiradspezifischer Stoff. Online. Via Zoom. Im August kommt dann an drei Abenden die Grundlagen- Theorie dazu. Erst wenn die erledigt ist und meine Lern- App mir und der Fahrschule grünes Licht gibt, geht es zur Theorieprüfung und dann, finally, werde ich zum ersten Mal jemals auf ein Motorrad steigen.

Bis dahin werde ich Helm und Klamotten kaufen, denn Motorradmarkt beobachten, Lehrvideos auf YouTube gucken und immer abwechselnd mit einer Idee hadern und mich wie ein Kind darüber freuen.

Und ihr könnt, wenn ihr dranbleibt, die ganze Reise hier verfolgen. Und mir ein bisschen die Daumen drücken. Bitte.

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