Der Hund guckt ins Bad. Denn: der Hund guckt, wann immer ich ein paar Minuten am Waschbecken verbringe, was wir gleich vorhaben. Keine Ahnung, woran er dann festmacht ob ich ohne ihn einkaufen oder mit ihm in den Wald möchte. Er erkennt es jedenfalls zuverlässig und fängt, wenn ich den Alibert zuklappe, entweder freudig an zu wedeln oder er verzieht sich wieder auf einen seiner Liegeplätze.
(mehr …)Autor: aenni.online
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#Konzert – Monsters of Liedermaching
Es wird noch Merch gekauft, fällt Lisa und mir angesichts der vielen Menschen in Sitz-Pogo-T-Shirts um uns herum auf, als wir uns auf der Treppe in der Zeche einen Platz suchen. Der ist, trotz minimalistischer Kissen, doch recht hart und kühl untenrum. Das allerdings geben wir natürlich nicht so richtig gerne zu. So alt, uns über unbequeme Sitze zu beklagen, können wir doch nicht sein? Also… können wir doch nicht? Oder?
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#Österreich2025 – Dachstein
Höher wird es nicht in dieser Woche Österreich, als auf dem Dachsteingletscher. Unten winkt uns ein fleißiger Mitarbeiter mit viel Schwung in die Parklücke. Man ist hier auf deutlich größere Besuchermengen eingestellt, lässt aber auch bei minimaler Auslastung dem Zufall kein Türchen offen.
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#Österreich2025 – Schladming
Als wir gestern den Brummi nach knapp 10 Stunden Anreise an der Reiteralm geparkt haben hatte ich schon ungefähr 3947 Mal: „Ui!“ und: „Boah!“ gesagt. Und auf die großen und kleinen Berge gezeigt, die Diorama- artig an uns vorbei geschoben werden, überall.
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#MV2025 – Geocaches
Damals, als ich auf die Schönheit dieser Region aufmerksam wurde, wusste ich mehr über die örtliche Geocaching- Szene als über die heimische. Ich habe zwar über 20 Jahre Fußball im Verein gespielt, bin aber, wenn man ganz ehrlich ist, überhaupt nicht für Vereine oder andere Netzwerke gemacht. Geocachingstammtische haben mich immer abgeschreckt. Menschen, die Autos mit Tracking-Codes bekleben, Coins in Alben herumreichen, mit den Powertrails des Tages prahlen und am Abend 348 Travelbugs discovern spielen schon immer ein anderes Spiel als ich. Und das ist auch vollkommen okay so.
Ich suche Dosen. Im Wald. So habe ich das schon immer am liebsten gemacht. Habe fremde Wälder und ausgefuchste Verstecke erkundet und mit Menschen, die ich mochte, ne gute Zeit gehabt. Bestenfalls haben wir die dreckigen Finger grob gereinigt und uns anschließend bei ner Pommes noch unsere Heldengeschichten erzählt. Wie wir die Spinne verjagt haben, an Station 3, und den künstlichen Pilz dreimal in der Hand gehabt und wieder abgelegt haben bei Stage 7, bevor es endlich klick machte.
Geocaching.com feiert dieses Jahr 25jähriges Jubiläum und ich habe in MV Dosen gefunden, die sind beinahe so alt. In den letzten Tagen habe ich mich bzw. haben wir uns auf den Weg gemacht, zwei dieser 20 Jahre alten Dosen zu warten. Eine musste ich leider ersetzen. Wer auch immer eine zwei Jahrzehnte alte, gehörig lädierte Tupperdose mit angematschtem Logbuch aus dem Wald trägt, obwohl ihn Aufkleber und laminierte Zettel davon abzuhalten versuchen, ist mir schleierhaft. Falls sich jemand Hoffnung gemacht hat, die Dose mache den Weg frei, für eigene Verstecke… nix da: ich war nicht nur im örtlichen Geocaching- Fachmarkt (aka Rewe) um eine neue Dose zu kaufen, sondern habe natürlich auch einen Edding und Gefrierbeutel im Auto, was den Brummi überall und jederzeit zum Cache- Wartungsmobil machen. Nimm dies, Locklockdosendieb.
Die Dose liegt also wieder an dem ihr zugewiesenen Ort. Mögen Peter und Katharina sie die nächsten 20 Jahre bewachen…
Um auch selbst was gesucht zu haben, auf meinem Ausflug, war ich mit dem Geocacher (iR) anschließend im nahen Warnowdurchbruchstal, einen dieser neumodischen LabCaches suchen. Das tolle daran: man muss nichts physisches suchen sondern kann einfach an eine definierte Stelle latschen, eine Frage freischalten und eine Antwort eingeben… wenn man an der definierten Stelle auch ein definiertes Handynetz hat. Ich habe hier nur Warnow. Und Felder. Und ein Durchbruchstal. Und hätte die richtige Antwort eher per Kanu als per LTE losschicken können. Oder sie dem Biber ins Ohr flüstern. Eine schöne Runde war‘s dennoch. Und genau darum geht es ja beim Geocachen, ums Suchen, Finden, und eben oft auch ums Nichtfinden und das Beste draus machen.
Und wenn ich das nächste Mal hier bin, versuche ich endgültig zu durchschauen, wo genau die Warnow hier durch bricht, weshalb sie dazu so ein tiefes Tal ins sonst nur seicht hügelige Land geschlagen hat, und vielleicht habe ich ja dann sogar die Geduld und das Glück, auf eine Bachmuschel, einen Biber oder einen Eisvogel zu treffen.
Die alle soll es hier geben. Sogar noch ein bisschen länger, als es hier Dosen gibt, vermutlich.
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#MV2025 – Mestlin
„Beepeep!“ – ich schließe den Brummi auf. Der macht zum Glück kein Geräusch, aber es wäre jetzt der Moment, wo ich das einfach mal so behauptete, im Sinne der Geschichte.
Brummi und ich, wir haben heute was vor. Wir rollen am Schloss vorbei ein Viertel weiter, einen Kleinkünstler einsammeln, und seine Gitarren.
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#MV2025 – Schwerin
„Beepeep!“ – mein Handy schließt die Haustür zur Ferienwohnung auf. Ich bin mit dem Auto hier und campe nicht. Diesmal habe ich also die Chance, auch mal das weitere Umland zu erkunden. „Beepeep!“ – das war die Ferienwohnungstür. Ich stelle meine Tasche in die moderne, aber recht seelenlose Bude. Es begrüßen mich eine mannshohe Plastikblume und der Lüfter im Bad bollert dazu. Beides wäre beim Camping wohl nicht passiert. Ich bin verwöhnt.
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#Eifel2025 – Cottbus
Heute lasse ich den zickigen Harz für dieses Jahr endgültig hinter mir. Wer mir gebratene Leber anbietet, dem kann ich nur die kälteste aller Schultern zeigen. Auch bei 35°C. Pöh.
Also schiebe ich die Köfferchen ans Moped und gebe bei bemerkenswert klarem MöpPlay Durchblick als nächstes Ziel Cottbus ein. So weit im Osten des Landes war ich noch nie.
Von einem Flachlandreporter, der inzwischen vollends ins Blaulichtbusiness rüber gemacht hat, weiß ich ein paar Basics über die Region: dass dort gelegentlich der Wald brennt und dann tagelang aufwändig gelöscht werden muss, dass dort ein neuer Ostsee entstanden ist, der noch fertig volllaufen muss und dass ich mal zu Besuch kommen könnte, ins Gürkchenland zwischen den Fließen. Nein. Nicht Fliesen. Fließen.


Also fahre ich, erst kurvig, dann immer geradeausser weitestgehend direkt Richtung Osten, bis nahezu an die polnische Grenze. Hier stehen mir die Straßendörfer an den ewig geraden Bundesstraßen Spalier. in der Mitte die Fahrbahn, beidseits die Häuser. In Erdtönen verputzt. Eins neben dem anderen, immer ein paar Meter abseits der Fahrbahn. Davor ein Stück Rasen, ein Auto parkt. Ein Tor hält Fremde fern. Zwischen den Dörfern die riesigen Wälder. In einem der Wälder heute: Ich.

Das geht so, bis ich nach knapp 5 1/2 Stunden in Fahrt Cottbus erreiche, wo ich geschafft und zufrieden das Motorrad an einem Hotel abstelle, das so gar nicht nach Leber mit Apfelstreifen aussieht.
Morgen besuche ich die Brandenburger Kollegen an einer länderübergreifend geplanten Großkontrolle an der A13. Wer wollte nicht schon immer mal Urlaub machen, wo andere arbeiten…
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#Eifel2025 – auf geht’s
Wer aus NRW zu einer Woche Motorradtour aufbricht und den Harz schon kennt, dem bietet sich die Eifel an. Die hat, was Motorradfahrer suchen: Kurven, noch mehr Kurven und sogar belgische Pommes, zumindest wenn man weit genug nach Westen fährt.
Und weil Thom und ich letztes Jahr gewaltig das Gefühl hatten, fertig zu sein mit dem Harz, aber noch nicht fertig zu sein mit dem Motorradfahren, sollte es dieses Jahr also die Eifel sein. Ein Blick auf die Karte verrät: die Eifel ist räumlich zwischen MV und NRW ein bisschen unfair zu meinen Gunsten verteilt.
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