#Mopedtour2026 – Zoo

Claudia hat ein Sabberproblem. Außerdem hält sie uns minutenlang nur ihren Hintern hin. Flauschig ist der. So flauschig, dass ich größere Lust hätte, ihr mal ordentlich Unterwolle aus dem Pelz zu prokeln. Aber vielleicht wäre ihr das gar nicht so recht. Immerhin isst sie gerade Wassermelone. Und ich habe auch keine Ahnung, wie nett so eine alte Braunbärin ist, wenn man ihr was aus dem Mantel pult, sie aber gerade Hunger hat, auf Wassermelone.

Gehen wir also lieber weiter. Denn wir haben auch Hunger. Im Gegensatz zu den Bärinnen wirft uns aber leider niemand eine Melone über den Zaun. Wir steuern den Imbiss an und entscheiden uns für Nudeln bzw ich für eine Currywurst mit Pommes. Da hatte Peter aus dem Besuch an der Seewarte gestern eine Pommes Vorsprung. Den musste ich aufholen. Wir sitzen ein bisschen, beobachten einen Pfau, der die Imbissmitarbeitenden erfolgreich um Körnerfutter anschnorrt und sich dann laut hupend auf ein nahes Dach zurückzieht, und lassen die bisherige Runde Paroli laufen.

Die Giraffen waren niedlich, fürchteten sich aber vor meiner auf Giraffenhöhe ausgefahrenen Kamera (Sorry noch mal an dieser Stelle). Das Giraffenbaby Stands stumm und starr in der Ecke, dass man annehmen musste, es hätte die Puschelohen langezogen bekommen und schmollte jetzt. Ehrlicherweise dachten wir kurz, es sei gar nicht echt. Die Löwinnen rangen um einen ollen Fußball (Für Kenner: Nike T90 – den hätte man damals, anstatt in die Stadien der Premier League, besser gleich ins Löwengehege geworfen. Der Löwe lag etwas abseits auf dem Rücken, die riesigen Pranken in den Himmel gestreckt, wohlwissend, dass demnächst wieder irgendein Trollo irgendwas fleischiges in einen der Bäume hängen würde und die Präriehunde, die mitten im Zoo einfach frei auf, neben und in einer der Wiesen neben dem Streichelzoo wohnen, machten eh ganz entspannt ihr Ding und der Bustachler hatte sich in den Baum gute vier Meter über dem Fußweg neben seinem Gehege zurückgezogen. Die Nashörner hatten auch gerade Mittagsstunde und standen wartend im Häuschen, während die Tierpfleger Elektrokarren voller Nashornkacke raus und Handkarren voller frischer Äste rein schoben.

Und weil hier ja eh kaum Menschen leben und wo die Sommertouristen noch auf sich warten lassen, war auch auf den Wegen genauso entspannte Stimmung wie in den Gehegen. Nur bei den Äffchen hatte ich einen kurzen Streit, weil der meine Kamera nicht nur durch den Zaun anschauen sondern in Sekundenschnelle dann auf einmal mit nach Hause nehmen wollte. Mit seinen mini Pommesarmen hatte er sich da allerdings doch etwas zu viel vorgenommen.

Wir hatten uns noch einen kleinen Abstecher in die Stadt vorgenommen und beendeten Tag und Ausflug mit einem Eis. Morgen wollen Peter und Tina dann wirklich noch am letzten Urlaubstag mit dem Ruderboot in See stechen. Bis dahin sage ich Ahoi und gucke noch ein wenig den Engländern zu, wie sich von Herrn Tuchel rundmachen lassen, und klebe ein paar Paninisticker an ihren Platz.

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