In einem Dorf wie Dümmer passiert im Urlaub relativ genau das, was man von einem Dorfurlaub in Dümmer erwarten darf. Wenig. Es gibt einen Bäcker, eine Freiwillige Feuerwehr, eine Kita und ein Haus, in das über Jahre Handwerker auf der Walz Arbeitsstunden im Wert von etwa 300.000 Euro gesteckt haben, und das ihnen im Gegenzug als Unterkunft dienen soll. Und es gibt einen See mit Stegen und Badestellen hier und da, der uns aber in den ersten Tagen nur grau und griesgrämig angeguckt und so bedrohlich geschwappt hat, dass wird aus gutem Grund darauf verzichtet haben, das zum Ferienhaus gehörende Ruderboot von Liegeplatz 36 loszumachen um auf einer Insel im See einen bereits gerätselten Geocache zu heben. Außerdem weigert sich Peter so beharrlich, mit sein Kapitänspatent zu zeigen, dass ich langsam befürchte, er hat vielleicht keins.
Rund um Dümmer waren wir einkaufen, ein wenig Mopedfahren und haben am Ufer des Schweriner Sees das Schloss Willigrad besucht, dass sich allerdings im Moment mit einem Bauzaun und Überwachungskameras wirksam gegen Besucher zur Wehr setzt. Die Kaisertreppe bis zum See haben wir nach halber Hügelhöhe verlassen, einen Blick über den inzwischen in der Sonne funkelnden Schweriner See gewagt und sind dann Peter wieder in Richtung Motorradparkplatz gefolgt. Der konnte zwar noch nicht wissen, dass er am nächsten Stopp eine Currywurst würde essen können, schien aber, der Geschwindigkeit auf dem Weg zum Moped zurück nach zu urteilen, eine innere Ahnung zu verspüren.
Zwischen Biergarten am Paulsdamm und Biergarten beim Griechen in Mueß lagen ein paar Kurven, die mich nach Mestlin und Tina und Peter nach Boltenhagen führten. Eis und Griechen in Mueß kann ich also von der Urlaubsliste abhaken. Die Mitreisenden waren allerdings vom Ausflug gen Norden so geschafft, dass sie auf den Abstecher zum Griechen lieber verzichteten. Umso besser, dass der Grieche in der Schweriner Einflugschneise liegt, wenn man aus Richtung Mestlin kommt. So konnte ich Tisch (aber nicht Gyros) noch spontan mit einem Schweriner teilen.
Auf der Liste stehen jetzt noch ein Geocache (vielleicht der auf der einsamen Dümmerseeinsel?!), ein Besuch im Zoo, das Freilichtmuseum, ein Bad im See (das war bisher ohne Neopren wirklich nicht drin) und die nie zu unterschätzende Aktivität, irgendwo runter zu gucken. Der Zoo sollte morgen abzuhaken sein. Alles weitere wird sich auch noch ergeben. Noch hab ich ja ein wenig Zeit.








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