Schwerin V – Fotos am Schloss (feat. Theorie V)

Mit zunehmender Dauer des Urlaubs werden die Blogeinträge berechenbarer. Damit, dass jetzt erst ein paar Zeilen zum Wetter folgen, locke ich euch demnach vermutlich nicht hinter der Ofenbank hervor. Aaaapropos Ofenbank – ich hab die Heizung im Brummi angemacht, um diesen Eintrag nicht mit reinholdmessneresk abfrierenden Zehen zu formulieren. Außerdem habe ich die Sturmsicherung der Markise überprüft und dem Hund eine Bleikugel ans Bein gebunden. Damit sollte zum Wetter alles nennenswerte gesagt sein, denke ich.

Die Pausen zwischen den feuchtfröhlichen Abkühlungen nutze ich dazu, das Ostufer des Sees ein Stück weiter als bisher zu erkunden. Angeblich befindet sich bei Leezen laut komoot ein “schöner, aber schwer zu fahrender Mountainbike- Trail”. Um dem Hund weitere Powerplate- Übungen zu ersparen bekommt er heute eine Jogging- Einheit. Der Anhänger bleibt also im Brummi und der Fifi hoppelt zunächst freudig, dann zunehmend angestrengt und nach gut drei Kilometern mit hängender Zunge schräg hinter dem EBike her. Links von uns plätschert der See, durch den böigen Wind ein wenig aufgeworfen, ans Ufer, rechts von uns steigt das Ufer garstig an. So weit die fliegenden Hundefüße den Hausmeister tragen, ist der Waldweg problemlos befahrbar. Nach knapp vier Kilometer trimm dich nimmt der Hund erkennbar Tempo raus. Ich gebe zu, ihn in den letzten Tagen einigermaßen gefordert zu haben und als er zum dritten Mal auf 500m Strecke einfach stehen bleibt und sein Blick sagt: “Du hast den Anhänger vergessen, wo mit fährst du mich denn gleich nach Hause” wird mein Herz weich und ich kehre, ohne den Leezener Trail erreicht zu haben, um.

Nun, das Ufer zu unserer Rechten und straight auf dem Weg zurück zur gemütlichen Hundedecke, zeigt Ivo Steherqualitäten. Kurz bevor wir nach acht Kilometern den Brummi erreichen legen wir auf einem Baumstamm mit Blick auf See und Stadt im Hintergrund eine Pause ein. 

Ich schiebe die Regenradarregler hin und her und beschließe, den Hund am Brummi abzuwerfen und ohne den kleinen felligen Bremsklotz einmal zum Schloss und zurück zu brausen, um wenigstens vor dem Regen einmal richtig in Bewegung gekommen zu sein. In einem Anflug kreativen Schaffens stecke ich die Kamera in den Rucksack und verordne mir gegen das schlechte Wetter eine Runde durch den Park mit Fokus auf die schönen Dinge. Im Kampf gegen den Nieselregenblues verspreche ich mir, auf dem Rückweg noch etwas leckeres zu Essen zu kaufen und im Supermarkt die Schokoladenvorräte für die zu absolvierenden Zoom- Fahrstunden aufzufüllen. Beide Ideen bleiben unvollendet, da ich in meinem überstürzten Hund-weg-Kamera-schnapp- Aufbruch zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie keine Maske dabei habe.

So endet der Abend mit einer wirklich erstaunlich guten Pizza auf dem Campingplatz und den bisher am wenigsten nervenaufreibenden Fahrschultheoriestunden. Süßkram hätte den Abend zwar noch besser gemacht, aber man kann halt nicht alles haben.

Und heute hatte ich bei weitem nicht alles, aber trotz allem einen guten Urlaubstag.  

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