Kategorie: Reisen

  • …und überall Gewässer 1 – Weserbogen

    …und überall Gewässer 1 – Weserbogen

    Als ich am Freitagmorgen viel zu früh in den Brummi steige surrt hinter mir schon hochmotiviert der Kühlschrank. Ein eindeutiges Zeichen, eigentlich, dass jetzt Urlaub ist und nichts mehr zu erledigen. Heute allerdings stimmt das nicht. 

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  • Besuch ³

    Was wir mit dem nächsten Tag anfangen bleibt lange unklar. Ich kann mich noch immer schlecht von dem Gedanken verabschieden, dem Touristen irgendwelche Touristendinge bieten zu müssen. Auf der Suche nach klimatisierten Optionen drängt sich das Bergbaumuseum auf. Heute Morgen jedoch fehlt uns ganz offensichtlich die Energie für noch einen Museumsbesuch und ich schlage vor, uns eine kühle Stelle an einem Bach im Wald zu suchen. 

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  • Besuch²

    Besuch²

    Als am nächsten Morgen der Hund ankündigt, dass der Mann, der gestern seinen liebsten Sofa-Liegeplatz okkupierte nun schon wieder die Wohnung betritt, haben wir entschieden, den Gasometer Oberhausen zu besuchen. Die letzten Tage waren nicht zu heiß, als dass sich die Riesendose schon zur größten Sauna des Reviers erhitzt hätte. Außerdem sind Ferien und es ist Montag. Gute Chancen, dass die Ausstellung nicht allzu voll werden sollte.

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  • Besuch!

    Besuch!

    Es hat sich Besuch angekündigt. Besuch, mit dem ich eigentlich gar nicht mehr gerechnet hatte in diesem Jahr. Zu viele andere Beschäftigungen hatten sich angesammelt. Aber dann ergab sich plötzlich eine gemeinsame Lücke in zwei sehr verschieden gefüllten Kalendern und irgendwo im Nordosten wurde ein Motorrad getankt und mit Taschen bepackt, und irgendwo im tiefen Westen wurde eine Wohnung grob durchgekärchert und ein Kühlschrank wurde gefüllt. Und dann konnte der Besuch auch schon kommen.

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  • Camping in Lottum

    Camping in Lottum

    Je älter man wird, und ja: ich nenne mich gerade selbst alt, jedenfalls: je älter man wird, desto weniger neue Menschen lernt man kennen. Es sei denn, man vertrödelt seine Zeit, wie ich, unter anderem auf Social Media und klickt wildfremde Accounts zu den Themen an, die einen beschäftigen.

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  • Drei Tage über Xanten und Arcen – Tag 3

    Drei Tage über Xanten und Arcen – Tag 3

    Im Gegensatz zum Fahrradknäuel in der Scheune war das morgendliche Frühstücksbuffet heute morgen über jeden Zweifel erhaben. Tina nutzte die Gelegenheit, sich gleich mal in Holland einen Namen zu machen, indem sie die Smoothie- Auslage mit einem Handstreich und riesen Gepolter in der Smoothie- Asulagen- Kühltheke versenkte und den Tatort dann mit dem noch gerade rechtzeitig vor dem Zusammenbruch ausgesuchten Smoothie verließ. Ärgerlich nur, dass sie sich in der Folge nur noch sehr schüchtern ans übrige Buffet wagte, immer in der Hoffnung, dass die anderen Gäste nicht zu laut über ihren peinlichen kleinen Stunt tuscheln würden.

    Trotz Smoothiethekeninstabilität würde ich das Hotel mit seinen niedlichen Kunstrasentischen und der chaotischen Fahrradparksituation jederzeit wieder empfehlen. Falls ihr hier Rast macht, fragt vielleicht eure Begleitung, ob sie euch einen Smoothie mitbringt. Sicher ist sicher.

    Auch heute stieg ich naturgemäß leicht jankend in den Sattel, wusste aber immerhin, dass sich das nach wenigen Kilometern komplett erledigt haben würde. Die Sitzposition sollte uns heute also kein Stöckchen mehr in die Speichen halten, etwas anderes allerdings schon. Und zwar: meine Laune.

    Denn auf den 85 finalen Kilometern zurück nach Fischlaken waren Fahrrad, Anhänger und Gesäß in weitaus besserem Zustand als mein Gemüt. Noch immer kann ich nicht sagen, ob die dauernd auf den Hirn bratende Sonne, zu wenig Trinkpausen, mangelnde Vorbereitungszeit im Sattel oder der Respekt vor der Gesamtstrecke mir zum Verhängnis wurden. Jedenfalls hatte ich, obwohl das Quatsch war, den Eindruck, heute rollte es nicht. Jeder Kilometer war quälend lang, der Blick wollte sich von Komoot und der noch zu absolvierenden gar nicht lösen. Und so gelang es mir heute dann auch nicht mehr diejenige zu sein, die die Laune nicht in den Keller zieht. Bzw diejenige, die Zuspruch und ein paar Boxenstopps mehr braucht. Was für ein Geschenk, dass links von mir so eine immerzu optimistische, aufmunternde und tolle Tina trampelte, die mir die Zeit bis zum nächsten Päuschen mit Schwänken aus ihrer Jugend oder den neusten Polizeigeschichten verkürzte, wohl immer in der Sorge mich gleich in den Anhänger verstauen und nach Hause ziehen zu müssen.

    Dabei war es gar nicht der Körper, der da nicht mehr wollte. So ein E-Bike bietet ja nun wirklich dem faulsten Hund die Chance, drei Tage nach Holland zu radeln. Es war, und diese Erfahrung war mir neu, allein der Kopf, der sagte: „Lass uns einfach anhalten und von nun an neben der niederländischen Bundesstraße wohnen. Fahrradfahren, das ist nichts für uns. Setzen wir uns einfach und warten auf bessere Zeiten…“

    An dieser Stelle daher noch einmal mehr und noch einmal sehr deutlich: Danke, Tina! Ohne dich lebte ich jetzt in einem Zelt an der Bundesstraße irgendwo zwischen Straelen und Kerken.

    So aber gelang es mir, dieses nervige Tief zu durchradeln und einen Zwischenstopp in einem Biergarten als erreichbares Ziel zu deklarieren; nicht ahnend, dass der Biergarten an diesem Wochenende infolge des jährlichen Seefestes fest in der Hand eines unfassbar schlechten Schlager- DJs geraten war. Es half allerdings alles nichts, ich brauchte diese Pause und vermutlich auch diese dröge Bockwurst. Und ich weiß sehr zu schätzen, dass Tina hier nicht partout den Stopp verweigerte und mich weiter zurück Richtung Ruhr schob.

    Nun also sollte die letzte Etappe uns über den Rhein zurück ins Ruhrgebiet führen. Mangels meiner Motivation wurde die Strecke zugunsten eines früheren Ankommens ein wenig gekürzt, führte uns dafür aber zu großen Teilen nicht mehr abseits der Städte sondern mittenmang über Duisburger Fahrradwege durchs Ruhrgebiet. 

    Mir machte das, weil ich ja eh seit heute morgen nur auf Komoot und weniger auf die Landschaft schaute, wenig aus. Tina sah über die zeitweise Hässlichkeit der Route in ihrer großzügigen Art freundlicherweise hinweg und lotste uns sicher zurück in bekanntes Terrain an der Ruhr entlang in Richtung Baldeneysee. 

    Und wenige Minuten bevor wir vom See noch einmal kurz bergauf in Richtung Fischlaken zu radeln hatten, gab es zum Abschluss der Runde ein Rundenabschlusseis und ich nahm mir vor, vor der nächsten Runde ein wenige besser aufs im Sattel sitzen und alle anderen Herausforderungen einer Dreitagestour vorbereitet zu sein. Denn: trotz des Zwischentiefs bin ich sicher: es gibt nicht viele bessere Optionen, die nähere und weitere Heimat zu erkunden, als auf den Radwegen durchs, im und ums Revier. 

    Danke, Tina. Das hat großen Spaß gemacht, und das lag zu großen Teilen daran, dass du unendlich geduldig, immer gut gelaunten und lächelnd links neben mir her geradelt bist.. nur über deinen Fahrradkörbchenfarbgeschmack kann man wirklich streiten…

  • Drei Tage über Xanten und Arcen – Tag 2

    Drei Tage über Xanten und Arcen – Tag 2

    Okay, euch kann ich es ja sagen: Der Rückweg vom abendlichen Eis in Xanten ins Hotel war schon mal ein guter Einblick in das, was mir in Sachen Arschweh heute morgen blühen sollte, zum Glück, und diese Zuversicht hatte ich vergangenen Fahrradsaisons entnommen, würde sich das nach wenigen tapferen Minuten im Sattel wieder erledigen. Aber heute morgen das Bein übers Fahrrad zu schwingen bedurfte einiger Überwindung.

    Dabei sollte uns der erste Weg sofort wieder in die Fußgängerzone zu einem wirklich ganz hervorragend niedlichen Café führen, in dem wir gestern, clever wie wir sind, schon einmal einen Frühstücksplatz reserviert hatten.

    Tinas mit einem besorgten Blick in meine Richtung verbundene Nachfrage nach dem Sitzbefinden wiegelte ich mit einem mittelmäßig geschwindelten: „Och joa, geht schon!“ ab (ihr erinnert euch, ich wollte hier nicht diejenige sein, die die Laune runter zieht) und quälte mich die 900m in die Fußgängerzone. Aua. 

    Nach dem Frühstück nutzte Tina noch die Shoppinggelegenheit und investierte gut überlegt fünf Euro in ein wie ich fand furchtbar hässliches Fahrradkörbchen in pink, weiß und blau, in dem für die restliche Tour ihr Handy und ein Zusatzakku Platz finden sollten.

    Mit Frückstück im Bauch, neuem Körbchen am Lenker und quälendem Sitzfleisch navigierten wir also los, raus aus der Stadt, erst straight nach Westen, zu einem Kaffee- Stop in Goch und von dort aus an der Maas entlang auf der holländischen Seite der Grenze nach Süden in Richtung Arcen. 

    Schon nach wenigen Kilometern saß ich wieder bequem, Tina hatte durch ihre tägliche Radelei zur Arbeit hier wirklich einen großen Vorteil, und es rollte ganz vorzüglich. Die Gegend hier ist naturgemäß zum Fahrradfahren gemacht. Die Wege allesamt gut ausgebaut, die Landschaft flach, Menschen rar und Autos meist sicher hinter Grünstreifen verstaut oder durch geschickte Wegführung sowieso in weiter Ferne. 

    In Arcen parkten wir die Räder am Rande eines winzigen Marktplatzes und freuten uns, den Eisdielentipp, den Tina bekommen hatte, diesmal ohne Umwege zu finden. Wer in den Maasdünen ist und einen Abstecher nach Arcen machen kann sollte dringend genau wie wir sein Fahrrad abschließend und sich den wirklich besonderen Eiskreationen ergeben. Und er sollte einplanen, danach noch ein paar Kilometer radeln und ein Abendessen einkaufen zu müssen. Wir jedenfalls landeten im örtlichen Albert Hein und ergatterten Snacks, bis der Anhänger voll war, die wir dann wenige Kilometer entfernt nach einer Dusche im Hof des auf Fahrradtouristen ausgelegten Hotels viel zu spät zu Abend aßen.

    Die Fahrräder verbrachten die Nacht trocken aber leicht chaotisch in einem für sie vorgesehenen Teil der Scheune. Hätten wir nicht, um ausreichend Platz zu schaffen, noch reichlich umdekorieren müssen, hätte es mir gleich noch besser gefallen.

  • Drei Tage über Xanten und Arcen – Tag 1

    Drei Tage über Xanten und Arcen – Tag 1

    Eigentlich ist alles perfekt. Das Wetter verspricht vorsichtig, trocken zu bleiben, das E-Bike ist frisch gewartet und die Räder des Anhängers sind aufgepumpt. Snacks, Kleidung und Flickzeug sind verstaut. An der Technik wird es nicht hapern, wenn wir uns gleich auf den Weg machen, von Essen nach Xanten.

    Aber an mir, an mir könnte es scheitern. Noch nicht mal eine ausgiebige Tagestour habe ich im Frühling und Sommer bisher gemacht. Ja, im Urlaub sind wir aufs Rad gestiegen, täglich fast, aber mehr als 45 Kilometer saß ich dabei nie im Sattel. Die Zeit war für Eisdielenbesuche und Stadtbesichtigungen draufgegangen und das Fahrrad eher Transportmittel als Hobby gewesen.

    Als ich mich am Vorabend der Holland- Reise aufs Sofa werfe und meine Packliste abhake bekomme ich eine Nachricht von Tina, meiner Radelbegleitung. Sie fragt, ob ich alles habe. „Bisschen Schiss hab ich…“ tippe ich ins Handy, „…dass ich mir da zu viel vorgenommen habe.“ Sie beruhigt mich. Die E-Bikes werden uns schon ans Ziel schieben. Na gut. Tina wird es wissen.

    Morgens, sehr früh, stelle ich den gepackten Anhänger in den Brummi, lade das Fahrrad auf und fahre los. In Essen, oberhalb des Baldeneysees, sind wir verabredet. Vor uns liegen heute 76 Kilometer. Die ersten, immerhin, schiebt mich der Anhänger bergab zwischen den Feldern Fischlakens runter ans Ufer. Dort halten wir uns links und fahren ab jetzt ziemlich genau Richtung Nordwesten.

    Wer in Essens Süden startet und an den Niederrhein will hat zwangsläufig die Aufgabe, das westliche Ruhrgebiet einmal zu durchqueren. Essen, Mülheim, Oberhausen, klingt erstmal nicht nach ansprechender Fahrradtour. Die Straßenabschnitte allerdings halten sich sehr in Grenzen. In Essen strampeln wir noch ein paar Minuten am Fahrbahnrand von der Ruhr in Richtung A52, dürfen da aber auf einen der vielen Radwege auf ehemaligen Bahnanlagen einbiegen, die Komoot uns für die Route vorgeschlagen hat. Von nun an geht es, nahezu ohne Kontakt zum motorisierten Verkehr, über gut ausgebaute Wege bis an den Rhein- Herne- Kanal. Wir lassen die Autobahn links und den Gasometer rechts liegen, wuckern mit gemeinsamer Kraft Räder und Hänger über einen hüfthohen umgestürzten Baumstumpf und erreichen bester Laune den sogenannten „Grünen Pfad“, wieder so einen tollen Bahntrassenradweg, der uns schließlich, Duisburg Marxloh und Röttgersbach ignorierend, direkt am Rhein wieder ausspuckt.

    Die erste Fährfahrt des Wochenendes setzt uns unkompliziert über nach Orsoy. Hier, ungefähr auf halber Strecke, haben wir den Ruhrpott endgültig hinter uns und dürfen von nun an den Rhein in Richtung Niederlande ein ganzes Stück begleiten. 

    Dass dies hier die erste lange Tour des Jahres ist macht sich nun allerdings bemerkbar, als jede Faser meines Körpers und erst recht die Fasern, die seit heute morgen Kontakt zum Sattel pflegen, nach einer längeren Rast im Vogelschutzgebiet wieder überzeugt werden sollen, aufzusteigen. „Alter, hab ich Arschweh…“ denke ich gerade so laut, dass Tina es nicht mitbekommt. Denn wenn ich auf so einem Ausflug eins nicht sein will, dann die, die nörgelnd die andere mental mit runterzieht. Weiter geht es also, vermutlich mit leicht lädiertem Lächeln, bis wir zufrieden, aber doch auch einigermaßen erledigt, am späten Nachmittag in Xanten ins „Xotel“ einchecken.

    Dass wir nachher noch die 900m in die Stadt fahren um uns erst mit einem okayen Eis, dann mit mäßigen Schnitzeln und zur Versöhnung mit einem weiteren, herausragenden Eis (so kommt’s, wenn man die Eisdielenempfehlung der Kollegen nur halbherzig liest) zu versorgen, habe ich meinem Arschweh noch nicht erzählt. Aber 900m… die kann man ja im Prinzip auch im Stehen fahren.

    Und für die 73 Kilometer morgen wird mir hoffentlich noch eine Lösung einfallen…

  • Mit dem Betonbike am Störkanal

    Mit dem Betonbike am Störkanal

    “Was meinst du, warum da hinten Schilder stehen!” mault mich der Bauarbeiter an: “Weil du hier gerade nicht durch kannst. Merkst du das nicht?” Ich merke das. Und bin angemessen kleinlaut. Ich bin Komoot gefolgt, am Störkanal entlang, und das war ein Fehler. “Ja, hast Recht. Hab ich bisschen spät gemerkt…” antworte ich. “Das Schild stand da letztes Jahr schon, und da konnte man auch durchfahren.” versuche ich meinen Faux-Pas zu erklären. Werde dann aber, vollkommen zurecht, darauf hingewiesen dass jetzt aber nicht letztes Jahr ist. “Ganz am Rand lang! Und nicht da mitten rein latschen!” bekommen ich als Anweisung mit auf den noch nicht gebauten Weg. Dann darf ich weiterschieben.

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  • Schwerin 1 – Mücken am See

    Schwerin 1 – Mücken am See

    Die Wäsche ist trocken, Muttis runder Geburtstag bedacht, das Fahrrad ist vom Salz der Ärmelkanalluft befreit und der Brummi getankt. Eigentlich könnte ich wieder los.

    Noch eine gute Woche habe ich Zeit, und die möchte ich eigentlich nicht Zuhause verbringen. Und der Bulli sicher auch nicht. Ich öffne also meine Google- Urlaubs- Map und klicke mich durch die Gegend. Eifel – da wollte ich doch mal ohne Hund und mit dem Fahrrad hin, den Nationalpark erkunden. Oder Xanten? Da ist es flach und die Anfahrt ist überschaubar. Oder doch Schwerin? Irgendwie habe ich das Gefühl, da schon lange nicht gewesen und mit gucken auch noch lange nicht fertig zu sein.

    Ich klicke und gucke, wäge ab und überlege. Zu einem rechten Ergebins komme ich nicht. Weil es kein Richtig und Falsch gibt. Weil es überall schön werden wird. Das Argument, was für Schwerin gesprochen hätte, hat schon vor einiger Zeit deutlich gesagt, dass das Leben gerade ein paar Baustellen bereitet und für ein Treffen in Ruhe keine Zeit bleiben würde. Aber: Schwerin ist ja trotzdem schön.

    Ich lasse den Zufall entscheiden, schreibe ein- und dieselbe Mail an Campingplätze in allen drei Regionen und beschließe, dorthin zu fahren, wo man mir als erstes antwortet. Dann verabrede ich den Hund mit seinen Urlaubssittern und warte ab.

    Nach zwei Stunden habe ich die erste Antwort. Es wird Schwerin. Schlau ist das nicht, denke ich, für fünf Nächte so eine weite Reise. Aber ich wollte den Zufall entscheiden lassen und werde da jetzt auch nicht dran rütteln. Also packe ich die Klamotten ins Auto, verzichte auf einen Blick in meine Packliste (ich habe kaum was ausgeräumt seit ich vorgestern Abend vor der Tür geparkt habe) und bringe den Hund zu meinen Eltern. 

    Dann stelle ich den Wecker auf 05.05 Uhr – so sollte ich vor dem Berufsverkehr zumindest den nervigsten Teil der A1 hinter mir haben.

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